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Interaktives Gitarren-Griffbrett

Sieh jeden Ton auf dem Gitarrenhals. Kostenlos, ohne Konto.

Das Gitarren-Griffbrett enthält alle 12 chromatischen Töne, die sich über sechs Saiten und bis zu 24 Bünde wiederholen. Nutze die interaktive Übersicht oben, um jede Note an ihrer genauen Position zu sehen — klicke auf einen Tonnamen, um diesen Ton über den gesamten Hals hervorzuheben.

Töne

Leersaiten und das EADGHE-Fundament

Die Standardstimmung lautet EADGHE von der tiefsten (dicksten) zur höchsten Saite. Diese sechs Leersaiten sind dein erstes Orientierungssystem. Lerne sie, indem du sie laut aufsagst: E A D G H E. Beachte, dass die tiefe E-Saite (Saite 6) und die hohe E-Saite (Saite 1) denselben Tonnamen zwei Oktaven auseinander tragen — ein Muster, das sich auf unterschiedliche Weise den ganzen Hals hinauf wiederholt.

Die H- und G-Saite sind das einzige Paar ohne eine reine Quarte zwischen ihnen. Dieser Großterz-Abstand (vier Halbtöne statt der üblichen fünf) ist der Grund, warum Griffbilder beim Überqueren der H-Saite leicht verschoben werden. Jeder Gitarrist lernt, das zu berücksichtigen, und sobald das sitzt, ergibt der Rest des Halses eine konsistente Logik.

Natürliche Halbtonpaare: H–C und E–F

An zwei Stellen der chromatischen Tonleiter gibt es auf einem Klavier keine schwarze Taste dazwischen — H zu C und E zu F. Auf der Gitarre liegen diese natürlichen Halbtonschritte einen Bund auseinander, ohne Kreuz oder Be dazwischen. Das sind wichtige Orientierungspunkte:

  • H zu C: Die Leersaite H (Saite 2) ergibt am 1. Bund ein C. Die Leersaiten-E-Saiten ergeben am 1. Bund ein F.
  • E zu F: Auf jeder Saite liegt F immer einen Bund über E — ohne Vorzeichen dazwischen.

Wenn du diese beiden Paare auswendig kennst, ersparst du dir viel Rechenaufwand beim Ablesen von Tonnamen auf dem Griffbrett.

Die Oktavregel am 12. Bund

Jede Note am 12. Bund liegt genau eine Oktave über der Leersaite. Die Bundinlays am 12. Bund (meist ein Doppelpunkt) sind ein visueller Reset — alles, was du über die Bünde 1–11 weißt, gilt ab Bund 13 genauso, nur eine Oktave höher. Diese Halbierung der Saitenlänge ist der Grund, warum der 12. Bund genau in der Mitte der mensuralen Länge liegt.

Bundinlays als Ankerpunkte

Die meisten Gitarren markieren die Bünde 3, 5, 7, 9 und 12 mit Punkten oder Einlagen. Diese Bundinlays sind Navigations-Abkürzungen:

Inlay-Bund Wichtige Orientierungspunkte
3 Drei Halbtöne über Leersaite — G auf tiefer E, C auf A, F auf D, B auf G, D auf H, G auf hoher E
5 Klassischer Ankerpunkt: A auf tiefer E = Leersaitentonhöhe der A-Saite; D auf A = Leersaitentonhöhe der D-Saite
7 H auf tiefer E — Grundton von H Phrygisch und nützlicher Pentatonik-Ankerpunkt
9 Cis / Des auf tiefer E
12 Exakte Oktave jeder Leersaite

Die Fünfter-Bund-Regel ist besonders nützlich: die Note am 5. Bund jeder Saite (außer der G-Saite, wo es der 4. Bund ist) entspricht der nächsten Leersaite. So stimmen Gitarristen nach Gehör.

Oktavformen über Saiten

Sobald du eine Note kennst, kannst du dieselbe Tonhöhe auf benachbarten Saiten mit zwei einfachen Formen finden:

  • Zwei Saiten höher, zwei Bünde vor: Die Note an Saite 6 Bund 5 (A) erscheint an Saite 4 Bund 7 (A). Zwei Saiten springen, zwei Bünde addieren.
  • Zwei Saiten höher, drei Bünde vor beim G→H-Übergang: Der G–H-Saitenabstand (große Terz statt reiner Quarte) addiert einen Extra-Bund zum Sprung.

Diese Oktavformen erlauben es dir, Soli und Riffs über den Hals zu verankern, ohne an eine einzige Saite gebunden zu sein.

Saitenweise Memorier-Methode

Der zuverlässigste Weg, alle Noten auf dem Griffbrett zu lernen, ist Saite für Saite, von der Leersaite bis zum 12. Bund. Für jede Saite gibt es drei Schritte:

  1. Nenne die Leersaite (E, A, D, G, H, E).
  2. Bestimme die Stammtöne auf dieser Saite (ohne Kreuz oder Be): Auf der tiefen E-Saite sind das E (Leersaite), F (1), G (3), A (5), H (7), C (8), D (10), E (12).
  3. Fülle die Kreuze und Bes zwischen den Stammtönen ein. Jede Lücke von zwei Bünden Breite enthält ein Kreuz oder Be — jede Lücke von einem Bund Breite ist ein natürliches Halbtonpaar (E–F oder H–C).

Eine Saite pro Tag üben und sich selbst abfragen. Innerhalb einer Woche hast du die vollständige Übersicht über alle sechs Saiten.

Diese Übersicht mit anderen Werkzeugen nutzen

Sobald du die Töne kennst, ist der nächste Schritt zu verstehen, wie sie sich zu Tonleitern und Tonarten gruppieren. Nutze den Gitarren-Tonleiter-Finder, um beliebige Tonleitern über die Notenübersicht zu legen und zu sehen, welche Töne zusammengehören. Für Akkordformen und Voicings, die aus denselben Tönen gebaut sind, probiere den Gitarren-Akkord-Finder.

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