Gitarren-Modi — Alle 7 Modi der Durtonleiter
Entdecke jeden Modus mit Griffbrettdiagrammen und Audio. Nur Dur — interaktiv, kostenlos, ohne Konto.
Wähle oben einen Grundton und entdecke alle sieben Modi der Durtonleiter auf dem Griffbrett. Jeder Modus hat seinen eigenen charakteristischen Klang — vom hellen Schweben des Lydischen bis zur dunklen Spannung des Lokrischen. Klicke auf die Wiedergabe-Schaltfläche eines Modus, um ihn der Reihe nach zu hören.
C Ionisch
1. Modus der DurtonleiterWas sind Gitarrenmodi?
Ein Modus entsteht, wenn man die Durtonleiter nimmt und sie von einer anderen Stufe aus spielt. Die Durtonleiter hat sieben Töne und damit sieben mögliche Startpunkte — jeder erzeugt einen Modus mit eigenem Intervallmuster und eigenem emotionalen Charakter.
Die zentrale Erkenntnis: Alle sieben Modi von C-Dur verwenden exakt dieselben sieben Töne (C D E F G A H). Was sich ändert, ist der Grundton — der „Heimatton“, um den sich die Musik orientiert. D Dorisch, E Phrygisch, F Lydisch und so weiter borgen sich alle die Töne von C-Dur, klingen aber völlig unterschiedlich, je nachdem, welcher Ton sich wie der Auflösungspunkt anfühlt.
Die sieben Modi der Reihe nach
1. Ionisch (Dur) — der Bezugsmodus. Hell, aufgelöst, der vertrauteste Klang der westlichen Musik. Deine Heimatbasis, um jeden anderen Modus zu verstehen.
2. Dorisch — Moll mit erhöhter Sexte. Diese große Sexte ist der charakteristische Ton, der Dorisch von Natürlich-Moll abhebt. Heller und jazziger als Äolisch, weit verbreitet in Funk, Jazz und modalem Rock. Denke an „So What“ von Miles Davis.
3. Phrygisch — der dunkelste Moll-Modus, geprägt durch die kleine Sekunde über dem Grundton (Halbtonschritt vom Grundton). Diese unmittelbare Halbton-Spannung verleiht ihm die grüblerische, exotische Qualität, die man im Flamenco, im Metal und in der orientalischen Musik hört.
4. Lydisch — Dur mit erhöhter Quarte (#4). Dieser Tritonus über dem Grundton erzeugt einen schwebenden, traumartigen Klang, der in der Helligkeit sogar über der gewöhnlichen Durtonleiter liegt. Filmkomponisten greifen zu Lydisch, wenn eine magische oder überirdische Atmosphäre gefragt ist.
5. Mixolydisch — Dur mit kleiner Septime (♭7). Die direkt in die Tonleiter eingebaute Dominantseptime gibt ihm eine offene, bluesige Qualität, die sich nie ganz auflöst. Allgegenwärtig in Rock, Blues-Rock und keltischer Musik — jedes Riff über einem Dominantseptakkord.
6. Äolisch (Natürlich-Moll) — der am häufigsten verwendete Moll-Modus in der Popmusik. Seine kleine Terz, kleine Sexte und kleine Septime verleihen ihm die melancholisch fließende Qualität, die überall die Moll-Harmonik trägt. Die parallele Molltonart der Durtonleiter.
7. Lokrisch — der dunkelste, dissonanteste Modus. Seine verminderte Quinte (♭5) erzeugt einen verminderten Grundakkord, der sich nie vollständig auflösen kann. Melodisch selten genutzt, aber in der Jazz-Harmonik unverzichtbar (die ii-Stufe in Moll-ii-V-I-Verbindungen ist halbvermindert und aus dem Lokrischen gebaut).
Charakteristische Intervalle
Jeder Modus wird durch ein einziges Intervall definiert, das ihn deutlich von Dur unterscheidet:
- Dorisch: große Sexte (gegenüber der kleinen Sexte im Äolischen)
- Phrygisch: kleine Sekunde (der charakteristische Halbtonschritt vom Grundton)
- Lydisch: erhöhte Quarte #4 (die übermäßige Quarte, ein Tritonus über dem Grundton)
- Mixolydisch: kleine Septime ♭7 (die eingebaute Dominantseptime)
- Äolisch: kleine Sexte ♭6 (der Ton, der ihn gegenüber Dorisch verdunkelt)
- Lokrisch: verminderte Quinte ♭5 (das dissonanteste Intervall)
So nutzt du diese Seite
Wähle einen Grundton und überfliege die Griffbrett-Diagramme. Vergleiche, wie sich die Muster von Modus zu Modus verschieben — gleiche Stammtonleiter, andere Schwerpunkte. Die golden hervorgehobene Stufe auf jeder Karte markiert das charakteristische Intervall. Drücke die Wiedergabe-Schaltfläche, um den Modus aufsteigend vom Grundton in deiner gewählten Tonart zu hören.
Für Tonleitern im Zusammenhang besuche den Gitarren-Tonleiter-Finder. Um zu sehen, welche Akkorde zur Stammtonart jedes Modus gehören, nutze den Gitarren-Akkord-Finder. Für Tonarten und diatonische Harmonik schau dir den Quintenzirkel an.
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